Die AfD – auch für Einwanderer eine Option?

War die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) bei der Bundestagswahl noch denkbar knapp mit 4,7% gescheitert, hat sie bei den Wahlen zum Europäischen Parlament mit 7% der Stimmen und sieben Sitzen einen viel beachteten Erfolg feiern können.

Die Kernthemen der AfD sind durchaus auch in der türkischen Einwanderercommunity präsent: Auch in dieser ist die Unzufriedenheit mit der EU hoch, die Rettungsschirmpolitik erregt Misstrauen und die Aussicht auf ein Vereintes Europa mit noch mehr an politischer Macht ist für viele eher ein Albtraum als eine positive Vision.

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AfD: Konservativ? Liberal? Scheißegal!?

Der Europawahlkampf hat noch nicht einmal seine heiße Phase erreicht und schon ist die AfD in aller Munde. Wie unruhig die etablierten Parteien sind, zeigen nicht wenige Schlagzeilen der letzten Tage. Da will die FDP als „Anti-AfD“ in den Wahlkampf ziehen – und wirft mit Holger Krahmer den einzigen Europaabgeordneten von der Liste, der im Laufe der letzten Legislaturperiode mehr gezeigt hat als aufgeblasene Europatümelei, gepaart mit Ergebenheit gegenüber linkslastiger Ideologie.

Dann belehrt uns „Die Welt“ pflichtschuldigst darüber, wie falsch die AfD nicht mit ihren wirtschaftspolitischen Vorstellungen liegen würde – nicht ohne unerwähnt zu lassen, dass am 25. Mai ein „Erdrutschsieg“ der erstmals kandidierenden eurokritischen Partei ins Haus stehen könnte.

„Endstation Rechts“ wiederum wartet mit einem zweifellos wenig vorteilhaften Bericht auf, der Ergebnisse einer Mitgliederbefragung im bayerischen Landesverband zum Thema hat, die islamfeindliche Ressentiments in Teilen der Partei offenbaren – wobei allerdings zu bedenken ist, dass die Repräsentativität solcher Ergebnisse nicht zuletzt dadurch relativiert wird, dass die Entschlossenheit gerade solcher Kreise, sich an Befragungen dieser Art zu beteiligen, überdurchschnittlich hoch sein dürfte. Abgesehen davon, dass es einer gewissen Pikanterie nicht entbehrt, dass die SPD, von welcher das Projekt „ER“ ausgeht, selbst nicht frei von solchen Ideen ist: Immerhin gehören, wenn man es genau nimmt, Thilo Sarrazin und Heinz Buschkowsky nicht der AfD an. Weiterlesen

Statt eines Kommentars zu Hitzlsperger

Ceterum censeo, dass die wohlfeile Erregung über die Kritik Bernd Luckes am Medienhype rund um das Hitzlsperger-Bekenntnis sich nur vordergründig an den entsprechenden zwei oder drei Halbsätzen der Rede entzündet.

Das wahre „Jehova“, das Lucke gesagt hat, war eher seine Kritik an der Krippenideologie und dass er „Verfallserscheinungen“ auch als solche bezeichnet hat…

AfD Hessen wieder auf Kurs

Beim außerordentlichen Landesparteitag der AfD Hessen wurde heute die bisherige Vize-Sprecherin Joana Cotar zur neuen Landessprecherin gewählt. Dem „Klassenbewussten Kleinbürger“ fiel die Dame bis dato auf facebook des Öfteren mit Wortmeldungen auf, die sehr vernünftig klangen. Von daher kann man ihr und der AfD zu dieser Wahl auf jeden Fall gratulieren.

Bundesvorstandssprecher Konrad Adam räumte ein, dass die Partei möglicherweise „zu schnell gewachsen“ sei: „Es sind anfangs viele Leute zu uns gekommen, die wir mit offenen Armen empfangen haben. Aber vielleicht passen einige nicht so gut zu uns.“

Parteisprecher Bernd Lucke stellte vor allem die Krippenideologie in Frage und brach eine Lanze für Ehe und Familie.

In Summe also positive Nachrichten. Die AfD Hessen erteilt Quertreibern eine Absage und positioniert sich vorausschauend und liberal-konservativ.

Einen kleinen Eindruck vom Parteitag bietet die FAZ mit einem kurzen Ausschnitt aus Bernd Luckes Rede.

AfD Hessen: Letztes Stelldichein der Berufsquerulanten?

Delegierter in spe des noch amtierenden Landesvorstandes? (Bild: Wikipedia)

Delegierter in spe des noch amtierenden Landesvorstandes? (Bild: Wikipedia)

Die „Frankfurter Rundschau“ liefert im Vorfeld des Landesparteitages der AfD in Hessen eine Kostprobe ihres Verständnisses von Qualitätsjournalismus.

Bereits in der Vorweihnachtszeit musste mittels eines Sonderparteitages interveniert werden, weil einige Querulanten offenkundig in einem Anflug von Selbstüberschätzung meinten, einen Zwergenaufstand proben zu müssen. Dieser ging fürs Erste schief, allerdings gelang es angesichts konzertierter Querschüsse einer kleinen, aber aktivistischen Minderheit nicht, eine dauerhaft befriedigende Lösung für den Landesverband zu finden.

Der Problemverband, der bereits zur Landtagswahl ein wesentlich schlechteres Ergebnis zu verzeichnen hatte als die Bundespartei am Tag der gleichzeitig stattfindenden Bundestagswahl, wurde weiterhin von Personen geprägt, die sich hinsichtlich einer produktiven Parteiarbeit als integrationsresistent erwiesen. Weiterlesen

Schachtschneider ins Europaparlament?! – Nee, lasst mal lieber…

Schaumschläger zurück in die Küche! (Bild: birgitH/pixelio.de)

Schaumschläger zurück in die Küche!
(Bild: birgitH/pixelio.de)

Der Gedanke „Graf Enoch Koks von und zur Halde – WTF?!“ scheint in den vorangegangenen Tagen durchaus den einen oder anderen Frequentierenden der Blogosphäre bewegt zu haben. Leser, die sich über meine kleine Parodie der in letzter Zeit vermehrt aufgetretenen AfD-Austrittsschreiben köstlich amüsiert haben, trugen ebenso wie Reichsbürger und Verschwörungsideologen, die das Schreiben für bare Münze nahmen, dazu bei, diesem Blog einen recht anständigen Start zu verschaffen – mit Zugriffszahlen, die Laune machen, ihn regelmäßig zu bestücken.

Der „Klassenbewusste Kleinbürger“ ist aber – um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen – kein AfD-Blog und will auch keiner sein. Ich bin weder Mitglied dieser Partei noch mit ihr verheiratet. Und diese Unabhängigkeit hilft auch, einer möglichen Betriebsblindheit vorzubeugen. Aber ich bin durchaus ein potenzieller Wähler und mit Blick auf die Europawahlen kann ich sogar sehr viele gewichtige Punkte erkennen, die dafür sprechen, der Partei auf dieser Ebene eine Chance zu geben.

Unabhängig davon, ob man dies begrüßt oder nicht, dürfte eines mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten: Die AfD wird – wenn ihr bis dahin nicht noch irgendein unverzeihlicher Schnitzer unterlaufen sollte – im kommenden Mai ins Europaparlament einziehen. Bei der Europawahl ist das Risiko für die Bürger, durch ihre Wahlentscheidung unerwünschte Folgen herbeizuführen, geringer als bei einer Bundestagswahl und entsprechend ist es leichter, die Menschen zur Abgabe einer Proteststimme zu motivieren. Und wenn Bürger, die Brüssel und seinem elitistischen Hochmut zeigen wollen, wo der Hammer hängt, eine Chance sehen, wirksamen Protest auszudrücken, werden sie auch wählen gehen. Es ist zu erwarten, dass die AfD, die gleich beim ersten Antritt 4,7% zur Bundestagswahl erzielen konnte, als eine solche Chance wahrgenommen wird. Weiterlesen

Warum mein Austritt das Ende der AfD bedeutet

Sehr geehrter Herr Lucke,

da Sie auf Grund der Geheimdiplomatie, die in der Führungsspitze herrscht, vielleicht noch nicht mitbekommen haben, dass ich, Graf Enoch Koks von und zur Halde, erfolgreicher Repräsentant der Stufe II in der HMI-Struktur Kevin Lehmann und freischaffender politischer Berater, in der Vorwoche nach sechs Monaten Mitgliedschaft aus Protest mein Amt als stellvertretender Kreisschatzmeister des Ortsverbandes Ibbenbüren-Bockraden zurückgelegt habe, erkläre ich nun auf diesem Wege meinen Austritt aus der Alternative für Deutschland. Weiterlesen