Homo-Debatte: Das wirklich Kranke ist der Etatismus

Ob es „gut so“ ist, dass Matthias Matussek sich selbst als „wohl homophob“ outet, kann und will ich nicht beurteilen. Man mag nicht zuletzt die bereits in der Unterüberschrift enthaltene Darstellung, mittlerweile hätte Homophobie dem Antisemitismus als schlimmste ideologische Sünde den Rang streitig gemacht, als geschmacklos abtun.  Und doch wird selbst diese durch die einseitige Berichterstattung der „Qualitätsmedien“ zur Ukraine, wonach man sich als guter Deutscher gefälligst auf die Seite der antisemitischen „Swoboda“ zu schlagen habe, um dem bösen „homophoben“ Putin eins auszuwischen, täglich mehrfach unfreiwillig unterstreichen.

Fakt ist, dass Matusseks Artikel in der „Welt“ mit fast 30 000 Likes eine Verbreitung in einer Größenordnung erreicht hat, die an Birgit Kelles Heavy-Rotation-Text „Dann mach doch die Bluse zu“ erinnert. Die Folgen waren diesmal der übliche Shitstorm seitens derjenigen, die bloß die Überschrift gelesen hatten und ein nun schon über mehrere Tage hinweg anhaltendes aneinander Vorbeireden zwischen Matussek und dem Chefredakteur Alexander Görlach auf „The European“. Weiterlesen

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Almighurt ist homophob und diskriminiert Samoaner

Ich sehe nur noch fern, wenn Fußball kommt oder Crime Series, die ich noch nicht auf DVD haben sollte (was immer seltener der Fall ist). Auf diese Weise verpasse ich nicht nur Höhepunkte wie die Konfrontation zwischen Markus Lanz und Sarah Wagenknecht oder das Dschungelcamp, sondern auch Zigtausende von Werbespots – von denen gefühlte 80% als wenig kreativ und ziemlich vorhersehbar erscheinen. Und die sind immerhin noch besser als all jene, die beim Versuch, „unkonventionell“ zu sein, Geschmacksgrenzen überschreiten.

Anstoß erregte allerdings kürzlich jener Beitrag von Almighurt:

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AfD: Konservativ? Liberal? Scheißegal!?

Der Europawahlkampf hat noch nicht einmal seine heiße Phase erreicht und schon ist die AfD in aller Munde. Wie unruhig die etablierten Parteien sind, zeigen nicht wenige Schlagzeilen der letzten Tage. Da will die FDP als „Anti-AfD“ in den Wahlkampf ziehen – und wirft mit Holger Krahmer den einzigen Europaabgeordneten von der Liste, der im Laufe der letzten Legislaturperiode mehr gezeigt hat als aufgeblasene Europatümelei, gepaart mit Ergebenheit gegenüber linkslastiger Ideologie.

Dann belehrt uns „Die Welt“ pflichtschuldigst darüber, wie falsch die AfD nicht mit ihren wirtschaftspolitischen Vorstellungen liegen würde – nicht ohne unerwähnt zu lassen, dass am 25. Mai ein „Erdrutschsieg“ der erstmals kandidierenden eurokritischen Partei ins Haus stehen könnte.

„Endstation Rechts“ wiederum wartet mit einem zweifellos wenig vorteilhaften Bericht auf, der Ergebnisse einer Mitgliederbefragung im bayerischen Landesverband zum Thema hat, die islamfeindliche Ressentiments in Teilen der Partei offenbaren – wobei allerdings zu bedenken ist, dass die Repräsentativität solcher Ergebnisse nicht zuletzt dadurch relativiert wird, dass die Entschlossenheit gerade solcher Kreise, sich an Befragungen dieser Art zu beteiligen, überdurchschnittlich hoch sein dürfte. Abgesehen davon, dass es einer gewissen Pikanterie nicht entbehrt, dass die SPD, von welcher das Projekt „ER“ ausgeht, selbst nicht frei von solchen Ideen ist: Immerhin gehören, wenn man es genau nimmt, Thilo Sarrazin und Heinz Buschkowsky nicht der AfD an. Weiterlesen

AfD Baden-Württemberg gegen Missachtung von Elternrechten

In einem Interview mit der „Jungen Freiheit“ spricht der baden-württembergische Landessprecher der Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Kölmel, über die Gründe, warum seine Partei die Petition gegen den so genannten „Bildungsplan 2015“ der grün-roten Landesregierung. Unter anderem äußert er sich dabei wie folgt:

„Wir sind gegen die Diskriminierung von Menschen, egal nach welchen Kriterien auch immer. Bei uns steht der Mensch als selbstbestimmtes Wesen im Mittelpunkt. Bei aller Toleranz stehen wir insbesondere für den Schutz der Familie als Keimzelle der Gesellschaft. In erster Linie sind die Eltern für die Bildung und Erziehung ihrer Kinder verantwortlich, auch im höchst sensiblen Bereich der Sexualität. Sexualität obliegt alleine dem einzelnen Menschen selbst und darf nicht Gegenstand staatlicher Einflussnahme sein.“

Das gesamte Gespräch finden Sie hier.

Statt eines Kommentars zu Hitzlsperger

Ceterum censeo, dass die wohlfeile Erregung über die Kritik Bernd Luckes am Medienhype rund um das Hitzlsperger-Bekenntnis sich nur vordergründig an den entsprechenden zwei oder drei Halbsätzen der Rede entzündet.

Das wahre „Jehova“, das Lucke gesagt hat, war eher seine Kritik an der Krippenideologie und dass er „Verfallserscheinungen“ auch als solche bezeichnet hat…