Die Hassobjekte der Nation

Und so sehen sie aus, die „Verfassungsfeinde“ und „Obskuranten“, vor denen Deutschland erzittert, wenn es sich nicht gerade über Putin, die NSA oder Israel empört:

@ Deutsch Türkische Kulturolympiade

@ Deutsch Türkische Kulturolympiade

Wie jedes Jahr entblöden sich „Qualitätsmedien“ nicht, die Deutsch-Türkische Kulturolympiade in die Nähe dunkler Machenschaften zu rücken und Politiker, die sie besuchen, Grußworte sprechen oder die Schirmherrschaft darüber übernehmen, anzugreifen.

Die türkischen Kulturolympiaden finden jährlich in aller Welt statt. Sie laufen ab wie ein Kultur- und Talentwettbewerb, Kinder und Jugendliche aus aller Welt nehmen daran teil. Hinter der Olympiade steht die Hizmet-Bewegung, die in über 140 Ländern Bildungseinrichtungen unterhält. Mehrere tausend Teilnehmer tragen unter anderem Lieder und Gedichte in türkischer oder in ihrer Landessprache vor, jeder Teilnehmer jeweils in der Sprache, die nicht die eigene Muttersprache ist. Für Kinder und Jugendliche aus Syrien, die in der Türkei und anderen Ländern in Flüchtlingslagern leben, ist die Teilnahme an dem Wettbewerb beispielsweise eine der wenigen Möglichkeiten, dem tristen Alltag zu entfliehen.   Weiterlesen

Nationalstolz-Debatte auf DTZ: Patriotismus nicht erst bei GEW erbitten!

Ich habe mit großem Interesse den bisherigen Gang der Debatte zwischen Mustafa Esmer und Christian Runkel verfolgt. Mustafa Esmer hatte diagnostiziert, dass die Fremdenfeindlichkeit und der rassistische Kleingeist in unserem Land viel mit der Unfähigkeit zur Selbstbejahung zu tun haben, zu der auch ein gesundes Nationalbewusstsein gehöre. Christian Runkel antwortete darauf, Deutschland brauche keinen Nationalstolz, weil es nur als kleines Volk Platz für andere hätte.

Ich sehe in letzterer These ein anschauliches Beispiel dafür, dass „gut gemeint“ nicht selten das Gegenteil von „gut“ ist. Denn während andere Nationen ihre Höhen und Tiefen hatten und gelernt haben, damit umzugehen, fallen wir von einem Extrem ins andere. Und das ist alles andere als beruhigend.

Die nationale Selbstverleugnung in weiten Teilen des Landes ist keine Tugend, sondern nur ein weiterer Sonderweg. Die ostentative und nicht selten mit einem unguten Gestus moralischer Überlegenheit einhergehende Leisetreterei ist Nicht-„Biodeutschen“ sogar höchst verdächtig. Sie ruft auch keinen Respekt hervor, sondern Verachtung. Und sie ist ein Quell einer Großmannssucht durch die Hintertür, wie wir sie auf dem Wege eines von den Eliten verordneten Europäertums erleben.

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Skandal! Christen, die an Gott glauben…

Idea berichtet aus Dresden:

„Evangelikale haben in der sächsischen Landeskirche zu viel Einfluss. Diese Ansicht vertritt die freie Journalistin Jennifer Stange (Leipzig) in einem ausführlichen Beitrag mit dem Titel „Evangelikale in Sachsen. Ein Bericht“, der im Januar in der Reihe „Weiterdenken“ der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen (Dresden) erschienen ist. Wie sie schreibt, ist für Evangelikale die Bibel Lebens- und Glaubensgrundlage: „Sie glauben häufig nicht nur an Gott, sondern auch an das Böse, an den Teufel, sie glauben an das Jüngste Gericht und sie glauben, dass Jesus auf die Erde zurückkommt. […] Die Evangelikalen „machen an der Kirchenpforte nicht halt“, so Stange. Stattdessen wollten sie die Gesellschaft verändern und riefen zu mehr Engagement in der Politik auf. Mitunter seien ihre Glaubensauffassungen „fundamentalistisch“.“ Weiterlesen

AfD: Konservativ? Liberal? Scheißegal!?

Der Europawahlkampf hat noch nicht einmal seine heiße Phase erreicht und schon ist die AfD in aller Munde. Wie unruhig die etablierten Parteien sind, zeigen nicht wenige Schlagzeilen der letzten Tage. Da will die FDP als „Anti-AfD“ in den Wahlkampf ziehen – und wirft mit Holger Krahmer den einzigen Europaabgeordneten von der Liste, der im Laufe der letzten Legislaturperiode mehr gezeigt hat als aufgeblasene Europatümelei, gepaart mit Ergebenheit gegenüber linkslastiger Ideologie.

Dann belehrt uns „Die Welt“ pflichtschuldigst darüber, wie falsch die AfD nicht mit ihren wirtschaftspolitischen Vorstellungen liegen würde – nicht ohne unerwähnt zu lassen, dass am 25. Mai ein „Erdrutschsieg“ der erstmals kandidierenden eurokritischen Partei ins Haus stehen könnte.

„Endstation Rechts“ wiederum wartet mit einem zweifellos wenig vorteilhaften Bericht auf, der Ergebnisse einer Mitgliederbefragung im bayerischen Landesverband zum Thema hat, die islamfeindliche Ressentiments in Teilen der Partei offenbaren – wobei allerdings zu bedenken ist, dass die Repräsentativität solcher Ergebnisse nicht zuletzt dadurch relativiert wird, dass die Entschlossenheit gerade solcher Kreise, sich an Befragungen dieser Art zu beteiligen, überdurchschnittlich hoch sein dürfte. Abgesehen davon, dass es einer gewissen Pikanterie nicht entbehrt, dass die SPD, von welcher das Projekt „ER“ ausgeht, selbst nicht frei von solchen Ideen ist: Immerhin gehören, wenn man es genau nimmt, Thilo Sarrazin und Heinz Buschkowsky nicht der AfD an. Weiterlesen

Gernot Erler: Ein Glücksgriff der Großen Koalition

Man kann der Großen Koalition vieles an Versäumnissen vorwerfen, aber Fakt ist: Eine parlamentarische Mehrheit von 80% lässt in Union und SPD ab und an auch in einer überraschenden Weise den Mut erwachen.

Die Union setzte sich beim Betreuungsgeld durch und nominiert einen bekennenden Abtreibungsgegner als Generalsekretär. Gleichzeitig entdeckt Hannelore Kraft ihr Herz für den „kleinen Mann“ und regnet durch ihren Einsatz für die Renaissance des Kohlebergbaus dem Klimaklerus auf die Parade. Wenige Wochen nach der Kritik Sigmar Gabriels und der Gewerkschaften am „Ökofundamentalismus“ in Brüssel schlagzeilen erste Zeitungen, die EU stehe davor, sich vom „Klimaschutz“ zu verabschieden.

Erfreulicherweise ist offenbar auch der neue Volkssport, nämlich das ebenso lautstarke wie gratismutige Russland-Bashing, dessen Intensität in letzter Zeit sogar alles übertrifft, was man sonst an wohlfeilen Ressentiments gegenüber den USA, Israel, England oder der Türkei kennt, nicht in der Bundesregierung angekommen. Weiterlesen

AfD Baden-Württemberg gegen Missachtung von Elternrechten

In einem Interview mit der „Jungen Freiheit“ spricht der baden-württembergische Landessprecher der Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Kölmel, über die Gründe, warum seine Partei die Petition gegen den so genannten „Bildungsplan 2015“ der grün-roten Landesregierung. Unter anderem äußert er sich dabei wie folgt:

„Wir sind gegen die Diskriminierung von Menschen, egal nach welchen Kriterien auch immer. Bei uns steht der Mensch als selbstbestimmtes Wesen im Mittelpunkt. Bei aller Toleranz stehen wir insbesondere für den Schutz der Familie als Keimzelle der Gesellschaft. In erster Linie sind die Eltern für die Bildung und Erziehung ihrer Kinder verantwortlich, auch im höchst sensiblen Bereich der Sexualität. Sexualität obliegt alleine dem einzelnen Menschen selbst und darf nicht Gegenstand staatlicher Einflussnahme sein.“

Das gesamte Gespräch finden Sie hier.

Schwarz-grünes Hessen gegen die Republikflucht

Aus dem Comic "This Godless Communism", Treasure Chest 1961

Aus dem Comic „This Godless Communism“, Treasure Chest 1961

Die Medien und das „Bildungsbürgertum“ haben es der Bundes-CDU immer noch nicht verziehen, dass sie ihr „Wunschprojekt“ Schwarz-Grün nicht auf Bundesebene umgesetzt hat.

Nun spricht die Bilanz derartiger Unterfangen ja eine klare Sprache: Nach der ersten schwarz-grünen Koalition in Hamburg wurde die Union mit -20% geradezu pulverisiert, während die SPD unter Olaf Scholz erstmals seit die absolute Mehrheit errang. Wenig später versuchte Norbert Röttgen sein Glück. Der Minister, der schon mal jedem Bürger ein persönliches CO2-Kontingent zugeteilt sehen wollte, war so optimistisch, dass er die schwarz-grünen Gedankenspiele gar nicht erst bis nach der Wahl auf kleiner Flamme kochte – und wurde vom Wähler mit einem Minus von 8% in die Wüste geschickt. Im Saarland war es die FDP, die an Stelle der CDU die Prügel für „Jamaika“ einstecken musste – jedoch wurde die Union auch hier vom Wähler in eine Große Koalition gezwungen.

Irgendwas an der Botschaft „Wir wollen keine Steigbügelhalter der Grünen wählen“ scheint die Union aber immer noch nicht verstanden zu haben. Und deshalb fand sich nun in Hessen eine Koalition der German Angst zusammen – und prompt waren die Panik vor der „menschengemachten Klimakatastrophe“, vor dem Fracking, vor Kohle und Atomkraft bzw. überhaupt vor allem, was nach Lebensqualität riecht, und jene vor der Einwanderung, vor religiösen Minderheiten und vor allem, was nicht der imaginären „Leitkultur“ entspricht, vereint wie Meerjungfraumann und Blaubarschbube.   Weiterlesen