Die AfD – auch für Einwanderer eine Option?

War die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) bei der Bundestagswahl noch denkbar knapp mit 4,7% gescheitert, hat sie bei den Wahlen zum Europäischen Parlament mit 7% der Stimmen und sieben Sitzen einen viel beachteten Erfolg feiern können.

Die Kernthemen der AfD sind durchaus auch in der türkischen Einwanderercommunity präsent: Auch in dieser ist die Unzufriedenheit mit der EU hoch, die Rettungsschirmpolitik erregt Misstrauen und die Aussicht auf ein Vereintes Europa mit noch mehr an politischer Macht ist für viele eher ein Albtraum als eine positive Vision.

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Gaucks Fauxpas: Eine Entschuldigung wäre angebracht

Er bedient seit seinem Amtsantritt die Ressentiments der Springerpresse in der moralisierenden Pose einer Claudia Roth. Mit seiner Symbolpolitik in Ankara ist Gauck jedoch zu weit gegangen.

Mehr dazu in der Deutsch-Türkischen Zeitung.

Die Hassobjekte der Nation

Und so sehen sie aus, die „Verfassungsfeinde“ und „Obskuranten“, vor denen Deutschland erzittert, wenn es sich nicht gerade über Putin, die NSA oder Israel empört:

@ Deutsch Türkische Kulturolympiade

@ Deutsch Türkische Kulturolympiade

Wie jedes Jahr entblöden sich „Qualitätsmedien“ nicht, die Deutsch-Türkische Kulturolympiade in die Nähe dunkler Machenschaften zu rücken und Politiker, die sie besuchen, Grußworte sprechen oder die Schirmherrschaft darüber übernehmen, anzugreifen.

Die türkischen Kulturolympiaden finden jährlich in aller Welt statt. Sie laufen ab wie ein Kultur- und Talentwettbewerb, Kinder und Jugendliche aus aller Welt nehmen daran teil. Hinter der Olympiade steht die Hizmet-Bewegung, die in über 140 Ländern Bildungseinrichtungen unterhält. Mehrere tausend Teilnehmer tragen unter anderem Lieder und Gedichte in türkischer oder in ihrer Landessprache vor, jeder Teilnehmer jeweils in der Sprache, die nicht die eigene Muttersprache ist. Für Kinder und Jugendliche aus Syrien, die in der Türkei und anderen Ländern in Flüchtlingslagern leben, ist die Teilnahme an dem Wettbewerb beispielsweise eine der wenigen Möglichkeiten, dem tristen Alltag zu entfliehen.   Weiterlesen

Warum ich im Kalten Krieg 2.0 den Dienst verweigere

„Die Russen kommen“ – und die Schlagzeilen in den Medien klingen wieder wie vor 30 Jahren. Doch immer mehr Menschen merken, dass jetzt alles anders ist.

Das vergangene Wochenende und das erfolgreiche und offenbar auf keine Widerstände in der Bevölkerung gestoßene Einsickern russischer Einheiten auf der Krim hält Europa in Atem. Moskau sieht die Maßnahme als friedenssichernd an. Da zu den „Euromaidan“-Kräften, die auf extralegale Weise den gewählten Präsidenten Janukowytsch aus seinem Amt vertrieben hatten, auch rechtsextreme und neonationalsozialistische Kräfte gehörten und zu den ersten Maßnahmen der neuen Regierung die Beseitigung eines Sprachengesetzes, welches die Rechte der russischsprachigen Bevölkerung schützen sollte, sowie die Ankündigung, die russische Schwarzmeerflotte aus dem Land haben zu wollen, zählten, hielt es Moskau zum Schutz der russischen Bevölkerung für nötig, Maßnahmen zu treffen. Weiterlesen

Homo-Debatte: Das wirklich Kranke ist der Etatismus

Ob es „gut so“ ist, dass Matthias Matussek sich selbst als „wohl homophob“ outet, kann und will ich nicht beurteilen. Man mag nicht zuletzt die bereits in der Unterüberschrift enthaltene Darstellung, mittlerweile hätte Homophobie dem Antisemitismus als schlimmste ideologische Sünde den Rang streitig gemacht, als geschmacklos abtun.  Und doch wird selbst diese durch die einseitige Berichterstattung der „Qualitätsmedien“ zur Ukraine, wonach man sich als guter Deutscher gefälligst auf die Seite der antisemitischen „Swoboda“ zu schlagen habe, um dem bösen „homophoben“ Putin eins auszuwischen, täglich mehrfach unfreiwillig unterstreichen.

Fakt ist, dass Matusseks Artikel in der „Welt“ mit fast 30 000 Likes eine Verbreitung in einer Größenordnung erreicht hat, die an Birgit Kelles Heavy-Rotation-Text „Dann mach doch die Bluse zu“ erinnert. Die Folgen waren diesmal der übliche Shitstorm seitens derjenigen, die bloß die Überschrift gelesen hatten und ein nun schon über mehrere Tage hinweg anhaltendes aneinander Vorbeireden zwischen Matussek und dem Chefredakteur Alexander Görlach auf „The European“. Weiterlesen

Abgrund oder Intrige: Der jähe Fall des Sebastian E.

Man freut sich üblicherweise nicht, wenn Wünsche nicht in Erfüllung gehen. In diesem Fall bin ich mittlerweile aber doch froh darüber, dass die Auffassung, die ich irgendwann im November letzten Jahres auf facebook gepostet hatte, nämlich dass Sebastian Edathy der ideale Bundesinnenminister für die Große Koalition wäre, nicht die gleiche war wie jene der Akteure, die darüber letztlich entschieden hatten.

Und wie es aussieht, wussten sie bereits, warum Edathy bereits im Zuge der Koalitionsverhandlungen eine ungewöhnlich wenig bedeutende Rolle spielen sollte.

Nun ist Edathy jäh und glanzlos von der politischen Bühne verschwunden und die Spekulationen um den angeblichen Besitz kinderpornografischen Materials haben sich zu einer Staatsaffäre rund um einen möglicherweise verhängnisvollen Informationsfluss ausgeweitet, der auch den Rücktritt des früheren Innen- und derzeitigen Landwirtschaftsministers Friedrich nur noch als Frage der Zeit erscheinen ließ. Weiterlesen

Sotschi: Lasst mich mit Eurem Politik-Sch*** in Ruhe!

Eine gepflegte Eröffnungsfeier, eindrucksvolle neue Sportstätten, vor allem aber herausragende sportliche Leistungen, von der 15-jährigen russischen Eiskunstläuferin Julia Lipnizkaja über den polnischen Skispringer Kamil Stoch bis hin zu den Slopestyle-Akrobaten am Snowboard: Bis dato lassen die Olympischen Winterspiele in Sotschikeine Wünsche offen und machen Lust auf mehr.

Und trotzdem überschlagen sich die heimischen Qualitätsmedien in Verwünschungen über die Spiele und deren Ausrichtung und nützen auch schon mal Pausen in Liveübertragungen, um die Zuschauer, die sich auf qualitativ hochwertigen Sport freuen, mit politischen Belehrungen zu belästigen. Und wenn gar nichts mehr sonst funktioniert, jammert man eben über defekte Toilettenspülungen oder erhöhte Hotelpreise – als ob es die in anderen Ländern im zeitlichen Umfeld von Großereignissen nicht genauso gäbe.

Ausgerechnet im Land der BER-Pleite, der Elbphilharmonie und von Stuttgart 21 hat man nichts Besseres zu tun, als in überheblichem Ton ein Sportereignis schlechtzureden, das nicht nur 69% der russischen Bevölkerung begeistert, sondern auch unter den Athleten und Gästen der Veranstaltung bislang als einwandfrei organisiert und gut umgesetzt gilt.

Das Einzige, was zu wünschen übrig lässt, ist die Qualität der Berichterstattung in den deutschen „Qualitätsmedien“ – und die ist so haarsträubend, dass sogar Altkanzler Gerhard Schröder der Kragen platzte und er in der „Zeit“ mit der Äußerung zitiert wurde, diese sei „reichlich unfair“ und: „Das ist ideologisch geprägt und nur sehr selten unvoreingenommen. Da sollten einige, die so berichten, mal neu nachdenken.“

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