Nationalstolz-Debatte auf DTZ: Patriotismus nicht erst bei GEW erbitten!

Ich habe mit großem Interesse den bisherigen Gang der Debatte zwischen Mustafa Esmer und Christian Runkel verfolgt. Mustafa Esmer hatte diagnostiziert, dass die Fremdenfeindlichkeit und der rassistische Kleingeist in unserem Land viel mit der Unfähigkeit zur Selbstbejahung zu tun haben, zu der auch ein gesundes Nationalbewusstsein gehöre. Christian Runkel antwortete darauf, Deutschland brauche keinen Nationalstolz, weil es nur als kleines Volk Platz für andere hätte.

Ich sehe in letzterer These ein anschauliches Beispiel dafür, dass „gut gemeint“ nicht selten das Gegenteil von „gut“ ist. Denn während andere Nationen ihre Höhen und Tiefen hatten und gelernt haben, damit umzugehen, fallen wir von einem Extrem ins andere. Und das ist alles andere als beruhigend.

Die nationale Selbstverleugnung in weiten Teilen des Landes ist keine Tugend, sondern nur ein weiterer Sonderweg. Die ostentative und nicht selten mit einem unguten Gestus moralischer Überlegenheit einhergehende Leisetreterei ist Nicht-„Biodeutschen“ sogar höchst verdächtig. Sie ruft auch keinen Respekt hervor, sondern Verachtung. Und sie ist ein Quell einer Großmannssucht durch die Hintertür, wie wir sie auf dem Wege eines von den Eliten verordneten Europäertums erleben.

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