Europawahl: Knieschlottern vor der AfD

Die AfD macht die etablierten Parteien in Deutschland schon nervös, bevor der Europawahlkampf überhaupt begonnen hat.

Die Linke, die schon bei der Bundestagswahl einen nicht unerheblichen Teil ihrer Wähler an die erstmals angetretenen Eurokritiker verloren hatte, riskiert den innerparteilichen Showdown, indem sie in ihrem Europawahlprogramm die EU als „neoliberale, militaristische und weithin undemokratische Macht“ bezeichnet – was bis auf Ersteres ja auch zweifellos stimmt.

Die CSU, die im Europaparlament durchaus gute Leute sitzen hat und immerhin beispielsweise durch ihren mutigen Widerstand gegen den unsäglichen Estrela-Bericht Flagge gezeigt hat, sieht offenbar ebenfalls in der AfD ihren Hauptgegner. Nicht zu Unrecht, denn gerade wer zu Recht marxistischen Machtdemonstrationen, wie sie die Initiatoren solcher parlamentarischer Eingaben damit beabsichtigen, Widerstand entgegensetzen will, kann konsequenter Weise nicht gleichzeitig mehr Macht für Europa und für europäische Institutionen anstreben.

Die meiste Panik scheint der bevorstehende Wahlantritt der AfD allerdings bei der FDP auszulösen. Anders ist es nicht zu erklären, dass es gerade aus deren Ecke in letzter Zeit vermehrt zu verbalen Amokläufen kommt, die gerade dort eines hohen Grades an Doppelzüngigkeit nicht entbehren. Höhepunkt des Ganzen dürfte dabei der Versuch des neu gewählten FDP-Chefs Christian Lindner sein, die AfD mit sozialistischen Kollektivisten wie dem Front National und der niederländischen PVV in Verbindung zu bringen – um gleichzeitig in der FAZ loszupoltern und auf Stammtischniveau billige Ressentiments gegen Einwanderer zu bedienen.

AfD als Stimme der Nüchternen im Angesicht der Europabesoffenheit

Während die – derzeit vor allem von CSU und FDP beschworene – Furcht vor einer vermeintlichen „Massenzuwanderung von Armutsflüchtlingen“ keine Grundlage haben dürfte (auch wenn das jüngste Urteil des EuGH diese verschärfen dürfte), ist die Nervosität der etablierten Parteien vor einem Überraschungserfolg der AfD am 25. Mai durchaus berechtigt.

Auch in Deutschland bekommen immer mehr Menschen ein mulmiges Gefühl in Anbetracht der europäischen Großmannssucht, die durch den europäischen Hurra-Patriotismus, wie ihn weite Teile der politischen Elite des Landes an den Tag, befeuert wird.

Und das Vertrauen der Bürger in die Berichte über ein angeblich bevorstehendes Ende der Eurokrise ist ebenfalls enden wollend. Vor einigen Tagen wies der stellvertretende AfD-Sprecher Alexander Gauland darauf hin, dass die griechische Staatsverschuldungsquote in Relation zum Bruttoinlandsprodukt für das Jahr 2013 bei 179,5 Prozent lag – und damit einem Allzeithoch.

Solange dieser Wert nicht entscheidend gesenkt wird, habe das Land keine Luft zum Atmen. Die Folgen bleiben Deindustrialisierung und Massenarmut. Aber das dürfte ja ohnehin etwas sein, das die selbst bestens versorgten Brüsseler Eliten mit ihrem offenbaren Konzept der ökosozialistischen Weltrevolution gerne in Kauf nehmen.

Advertisements

2 Gedanken zu „Europawahl: Knieschlottern vor der AfD

  1. Pingback: Europawahl: Knieschlottern vor der AfD | Journalistenwatch.com

  2. Moin von der Waterkant!

    Als frisches AfD-Mitglied und pensionierter Polizeibeamter finde ich es schön, dass wir von den anderen wahr genommen werden. Gegen unsachliche Argumente werden wird sachlich antworten.
    Wir werden vielen zeigen: Wir stehen in der Mitte unseres Staates Deutschland. Wir werden uns Bemühen, die Interessen des ,Kleinen Mannes‘ zu vertreten. Wir sind aber auch bemüht, den Wirtschaftsstandort zu erhalten, zu stärken.
    Wie wollen – was lange gefehlt hat – souverän sein. Die Macht der EU-Technokraten ist zu übermächtig und die Blockparteien zusammen mit den Block-Staats-Medien fühlen sich an wie eine Diktatur-der-Linken.
    Man traut sich ja schon gar nichts mehr zu sagen, zu schreiben. Die Etablierten meinen, sie haben die Weisheit mit Löffeln ge…..
    Im Prinzip sind die sogenannten Nichtwähler vielleicht schon viel schlauer als alle anderen. Sie wissen, sie haben keinen Einfluss mehr, da das hier ja eine Diktatur ist. Deshalb bleiben sie gleich zu Hause…

    Ich wünschen Ihnen allen einen schönen Tag, ein schönes Wochenende!

    Gerd Taddicken – Nordenham

    2014-01-11, Sa., gg. 12.45 h

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s