Der Abschied von Oma und Opa – eine Generation verschwindet

Einmal mehr ein bemerkenswerter und tiefgründiger Kommentar von Kenneth T. Gund.

Kenneth T. Gund

Der wichtigste Mensch und prägendes Vorbild in meinem Leben ist mein Großvater. Während meiner Kindheit verbrachte ich nahezu sämtliche Ferien bei den Großeltern in Stuttgart und obwohl ich eigentlich die meiste Zeit meines Lebens in der Kurpfalz gelebt habe und dort zur Schule gegangen bin, ist meine Muttersprache das Schwäbische.

Auch in ideeller Hinsicht war mein Opa prägend. Ohne die vielen wochenendfüllenden Diskussionen über das Weltgeschehen, wäre mein Interesse für Politik wohl nie geweckt worden und es war auch mein Opa, der mir praktisch vorgelebt hat, dass Erfolg sehr wohl durch harte Arbeit möglich ist, aber nicht davon abhängt, woher man kommt. Er wurde als Sohn eines kommunistischen Hilfsarbeiters in einer schwäbischen Kleinstadt geboren, erlebte in seiner Kindheit den Krieg und begann mit 14 eine Lehre zum Buchbinder. Als er 22 war, kam meine Mutter zur Welt, die junge Familie lebte in einer kleinen 1-Zimmer-Wohnung, zur Arbeit pendelte mein Großvater…

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